Joachim Dorfmüller

Prof. Dr. phil. habil., Kirchenmusikdirektor an der Lutherkirche


Liebe Musikfreundinnen, liebe Musikfreunde,

 

herzlich begrüßen darf ich Sie zu den 2. Barmer Bach-Tagen! Nichts Neues sage ich, wenn ich daran erinnere, dass dieser Zyklus in umfassenderer Gestalt bereits für das vergangene Frühjahr geplant war, jedoch coronabedingt – wie trauriger Weise so vieles – ausfallen musste. Seien wir nun dankbar, dass es erlaubt ist, unter inzwischen zur Selbstverständlichkeit gewordenen Auflagen Gottesdienste zu feiern und Konzerte zu veranstalten!

 

So freut es mich sehr, dass die von meinem Kollegen und Freund und – ich darf hinzufügen – Münsteraner Doktoranden Matthias Lotzmann gegründete, dem „Kantor aller Kantoren“ gewidmeten Barmer Bach-Tage in der Lutherkirche auf dem Heidt stattfinden können. Sie haben hier, nachdem ihre eigentliche Heimat, die wunderbare, denkmalgeschützte Alte Wupperfelder Kirche, entwidmet worden war, eine würdige neue Heimat gefunden. Mithalten kann diese neue Heimat allerdings nicht mit der über ein Jahrhundert alten Bach-Tradition der Alten Wupperfelder Kirche, konkret weder mit der Bach-Pflege durch den Bach-Verein, mit dessen Geschichte und Bedeutung sich Matthias Lotzmann intensiv auseinandersetzt (Leseempfehlung: Aufsatz zur Geschichte des Barmer Bach-Vereins als PDF unter www.barmerbachtage.de), noch in der Nachkriegszeit mit der fast vier Jahrzehnte währenden Ära Winfried Pesch. In die Waagschale für die Lutherkirche werfen lässt sich lediglich die Alfred-Führer-Orgel, an der Bachs Werke in Gottesdiensten und Konzerten sowie auf vielen Tonträgern erklingen, nicht jedoch die Pflege des übrigen gewaltigen Bach-Œuvres. So ist denn dank Matthias Lotzmanns umfassender Aktivität die „Aufwertung“ der Lutherkirche als kirchenmusikalischer Standort keineswegs zu unterschätzen – ganz im Gegenteil! 

 

Möge das von Bach immer wieder zitierte „Soli Deo gloria“ während der 2. Barmer Bach-Tage und bei vielen weiteren Bach-Tagen nicht nur auf den Stadtteil strahlen, den sie im Namen tragen, sondern weit darüber hinaus! Und bleiben Sie, liebe Musikfreundinnen und liebe Musikfreunde, in diesen schwierigen Zeiten gesund und behütet! 

 

Es grüßt Sie herzlich Ihr

Joachim Dorfmüller

Prof. Dr. phil. habil., Kirchenmusikdirektor an der Lutherkirche