KMD Jens Peter Enk, Kreiskantor des Evangelischen Kirchenkreises Wuppertal

 

Liebe Besucherinnen und Besucher der Barmer Bach-Tage 2020,
liebe Freundinnen und Freunde Bachscher Musik,

mein Grußwort möchte ich provokant beginnen: Braucht es in heutiger Zeit kirchenmusikalische Aktivitäten, die nicht zu Events werden (diese soll und muss es ebenfalls geben!), sondern die auf das Eigentliche – die Musik und die Verkündigung – zielen? Ich meine: Ja. Sogar heute mehr denn je.


Barmen und die Kirchenmusik – das ist seit dem 18. Jahrhundert (seitdem bedeutende kirchenmusikalische Kultur mit der Errichtung der Alten Kirche Wupperfeld und ihrer Teschemacher-Orgel, Einweihung im Jahre 1785) bis heute eine untrennbare Verbindung. Seit langem sind die kirchenmusikalischen Veranstaltungen im Stadtteil über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt, tragen kirchenmusikalisch Aktive in ihrer täglichen Arbeit dazu bei, Traditionen zu bewahren und neue Wege einzuschlagen.


Einer dieser neuen Wege sind die Barmer Bach-Tage, die aus der Tradition heraus geboren wurden und mit frischem Wind Bach, seine Musik und die Theologie seiner Zeit in Gottesdiensten, Konzerten und Vorträgen näherbringen wollen. „Seb. Bach ist für mich Anfang und Ende aller Musik, auf ihm ruht und fußt jeder wahre Fortschritt!“ antwortete Max Reger im Jahr 1905 auf die Frage „Was ist mir Johann Sebastian Bach und was bedeutet er für unsere Zeit?“ Welche Bedeutung hat Bach in heutiger Zeit, für das kulturelle Leben, die Kirchenmusik und für Sie? Gehen Sie in dem musikalisch-theologischen Kosmos Bachs auf Entdeckungsreise, lassen Sie sich von der Kirchenmusik Bachs inspirieren, geben Sie Ihre Begeisterung für diese Musik an die nächste Generation weiter!

Ich freue mich, dass Dr. Matthias Lotzmann diesem Bedürfnis mit der Idee der Barmer Bach-Tage Raum gibt und dass das Wuppertaler Kulturleben auf diese Weise bereichert wird.