Ilka Federschmidt, Pfarrerin
 | Superintendentin


 Barmer Bach-Tage – in diesen Tagen im Jahr 2021.

Verschoben aufgrund der Corona-Pandemie.

 

Bach-Tage im Oktober 2021, der immer noch von Corona geprägt ist, wo Menschen zu schaffen haben an den Folgen der Regenflut, wo die Welt an vielen Orten „brennt“, teils ganz buchstäblich.

 

Das sind Schatten, die sich auf Leben und Seele legen.

Bach-Tage – in solchen Tagen.

 

Sie lassen die Musik eines Glaubenskünstlers in die Gegenwart klingen, der Worte des Glaubens und Musik so ineinander komponieren konnte, dass sie Menschen in den Tiefenschichten ihrer Seele erreichen. Wer der Musik von Johann Sebastian Bach das Ohr wirklich leiht, kann erleben, wie die klingende Botschaft sich den Weg durch Schatten, Sorgen und Ängste bahnt.

 

So wie in Bachs Motette „Jesu meine Freude“, die ihre Hörerinnen und Hörer aus bangem Herzen und Verdammnis-Gefühlen, aus Einschüchterung durch Blitz und Todesrachen heraus führen will ins Freie, in das Leben, in den offenen Geist Jesu Christi und seine kraftvolle Liebe. Da entsteht Widerstandskraft, „Resilienz“ durch Glaubensworte mit musikalischen Schwingen.

Ganz besonders vermag Bachs Musik, Ermutigung zu sein, an die Kraftquellen des Glaubens zu führen, Menschen zu vergewissern im Sinn ihres Daseins.

 

Es lohnt sich, sich auf diese musikalische Botschaft einzulassen, auch wenn vielen heutigen Ohren seine Worte und Klänge oft fremd und die Worte teils widerständig sein mögen.

 

Wir brauchen solche musikalischen, klingenden Botschaften, die Ermutigung vermitteln und Hoffnung gerade in schwierigen Zeiten. Sie helfen, das Leben und die Liebe, den Glauben und den Frieden, uns und unsere Welt nicht aufzugeben.

In diesem Sinn wünsche ich den Barmer Bachtagen, die in diesem Jahr aufgrund der Einschränkungen instrumental geprägt sein werden, Gottes Segen und Wirkkraft!

 

Und ich danke herzlich dem Initiator Dr. Matthias Lotzmann und den Mitwirkenden als Botschafterinnen und Botschaftern der Bach’schen Musik – und ihrer klingenden Botschaft. Möge sie Ermutigung und Hoffnung vermitteln!

 

Ich grüße Sie herzlich

Ihre

Ilka Federschmidt, Pfarrerin

Superintendentin des Kirchenkreises Wuppertal