Das Programm der Barmer Bach-Tage 2021

verschoben! +++ 01. – 10. Oktober 2021

Stand 19.02.2021

Singen ist das Fundament zur Musik in allen Dingen.

 

Wer die Komposition ergreift, muss in seinen Sätzen singen,

 

wer auf Instrumenten spielet, muss des Singens kundig sein.

 

Also präge man das Singen jungen Leuten fleißig ein!

 

Georg Philipp Telemann (1681–1767)

 

Nach: Johann Mattheson, Generalbaßschule (1731)

 

Freitag, 01.10.2021 / Orgelkonzert I

19.15 Uhr  Lutherkirche Barmen

Eröffnung der Barmer Bach-Tage 2021

 

Johann Sebastian Bach und sein Umfeld

Matthias Lotzmann, Orgel

 

„A“ wie „Freude“

Die meisten Musiktheoretiker sind sich einig, dass A-Dur, vor allem in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die Tonart gesteigerter Lebensfreude ist. Johann Mattheson beschreibt 1713 in seiner Schrift Das neu-eröffnete Orchestre (S. 232) sehr umfangreich die bis dahin gebräuchlichsten 17 Tonarten. „Daß nun ein jeder Tohn [jede Tonart] etwas sonderliches an sich habe / und sie dem Effect einer von dem andern sehr unterschieden sind / ist wol einmahl gewiß / wenn man Zeit / Umstände und Personen dabey wol consideriret.“ (Mattheson: „D-Dur: wirft Feuer in die Herzen; A-Dur: ist noch spitziger; …“)

 

In hellstem Licht und gehobener Stimmung ist sie Ausdruck der Eindeutigkeit, der Klarheit und der ungetrübten Freude. In Licht und Glanz, leuchtet sonnenbeschienen leuchtet jeden Textwort umgeben von einer intensiven, bejahenden Aura. Auch in den nicht textgebundenen Werken verströmt jeder Ton Positives und spricht von Freiheit und Befreiung.

 

So können wir im gesamten Programm, das heute auf A und a steht, die Facetten dieses Bildes von Werk zu Werk, von Epoche zu Epoche bestaunen.

 

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Praeludium und Fuge in A

BWV 536

 

Johannes Ringk (1717-1778)

Helft mir Gottes Güte preisen

 

Dietrich Buxtehude (1632-1707)

Präludium A-Dur

BuxWV 151 (1696)

 

Johann Sebastian Bach

Allein Gott in der Höh’ sei Ehr‘

à 2 claviers et pédale /

Il canto fermo nel soprano

BWV 662

 

Georg Böhm (1661-1733)

Praeludium in a

 

Johann Sebastian Bach

Allein Gott in der Höh’ sei Ehr‘

à 2 claviers et pédale /

Il canto fermo nel tenore

BWV 663

 

Johann Christian Kittel (1732-1809)

Fantasia a-moll

 

Johann Sebastian Bach

Allein Gott in der Höh’ sei Ehr‘

Trio super à 2 claviers et pédale

BWV 664

 

Johann Sebastian Bach

Praeludium und Fuge in a

BWV 543


Sonntag, 03.10.2021 / "Das Große Konzert " I

17:00 Uhr, Lutherkirche Barmen

 

Johann Friedrich Fasch (1688-1758)

Ouvertüren-Suite A-Dur

für 2 Oboen, 2 Fagotte, Violine, Streicher und Basso continuo

Ouvertüre – Air – Gavotte 1 alternativement – Gavotte 2 –

Air andante – Bourée – Menuet 1 – Menuet 2 – Menuet 3

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur

BWV 1051

Allegro – Adagio ma non tanto – Allegro

für zwei Violen da braccio, zwei Violen da gamba und Basso continuo

 

Johann Sebastian Bach

Ouvertüre C-Dur

BWV 1066

für 2 Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo

Ouvertüre – Courante – Gavotte I – Gavotte II – Forlane – Menuet I – Menuet II – Boureé I – Boureé II – Passepied I – Passepied II

 

Wuppertaler Barocksolisten

Matthias Lotzmann, Leitung und Cembalo

 

Johann Friedrich Fasch war zwischen 1701 und 1708 Alumne unter Johann Kuhnau an der Thomasschule in Leipzig. Kompositorisch setzte er sich seit dieser Zeit mit einer kombinierten Instrumentalmusikgattung auseinander: der Ouvertüren-Suite. Seine Orientierung hier waren die Vorbilder im Werk Georg Philipp Telemanns, der in jener Zeit des Collegium Musicum an der Leipziger Universität war. Telemann verkörperte einen vollkommen neuartigen Musikstil. In seinen autobiographischen Skizzen vermerkte er, dass er eine seiner Ouvertüren auf einer Veranstaltung der Primaner als Werk des verehrten Vorbildes ausgab. Aus seinen späteren Werkangaben geht hervor, dass die meisten seiner Ouvertüren-Suiten während der Zeit seiner Anstellung als Hofkapellmeister unter Johann August (1677–1742)von Anhalt-Zerbst in der Zeit nach 1722 verfasste.

 

So erzählt er in seiner Autobiographie, wie er eine Ouvertüre nach dem Vorbild Telemanns komponierte und diese bei einer musikalischen Veranstaltung der Primaner als Werk von Telemann ausgab. Den äußeren Merkmalen der Quellen zufolge schrieb Fasch die meisten Ouvertüren-Suiten seit 1722, dem Jahr seiner Anstellung als Kapellmeister am Hof Johann Augusts von Anhalt-Zerbst (1677–1742). Im Inex der Concert=Stube des Zerbster Schlosses finden allein 69 Beispiele dieser Gattung. Aus dieser Quelle bediente er sich aber auch, wenn er Musiken an die Höfe von Dresden iund Darmstadt versendete. In dem 1743 erstellten Verzeichnis der Concert=Stube des Zerbster Schlosses sind von ihm 69 Werke dieser Gattung aufgeführt. Einen großen Teil der in Zerbst komponierten Ouvertüren-Suiten sandte Fasch aber auch über längere Zeit relativ kontinuierlich an die Höfe in Darmstadt und Dresden. Das heute erklingende Werk, Faschs Ouvertüren-Suite A-Dur mit konzertierender Violine, entstand zwischen 1735 und 1740.


Dienstag, 05.10.2021  „Das Kleine Konzert“ I

19.15 Uhr, Lutherkirche Barmen

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Bekennen will ich seinen Namen

BWV 200

für Alt-Solo, zwei Violinen und Basso continuo

 

Johann Sebastian Bach

Triosonate C-Dur

BWV 1037

für zwei Violinen und Basso continuo

Adagio – Alla breve – Largo - Gigue

 

Johann Sebastian Bach

Ich wundre mich, denn alles, was man sieht,

muss uns Verwund’rung geben. Gott hat alles wohlgemacht.

Rezitativ - Aria BWV 35

für Alt-Solo, zwei Violinen und Basso continuo

 

Johann Sebastian Bach

Triosonate G-Dur

BWV 1039

für zwei Violinen und Basso continuo

Adagio – Allegro ma non tanto – Adagio e piano – Allegro moderato

 

 

Heike Bader, Alt

Karin Leister, Violine I

n.n., Violine II

n.n., Viola da gamba

Wuppertaler Barocksolisten

Matthias Lotzmann, Leitung und Cembalo


Mittwoch, 06.10.2021 „Das Kleine Konzert“ II

19.15 Uhr, Lutherkirche Barmen

 

Matthias Lotzmann, Cembalo solo

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Toccata d-moll

BWV 913

 

Johann Kuhnau (1660-1722)

Musicalische Vorstellung

Einiger Biblischer Historien

Suonata prima (1709)

Der Streit zwischen David und Goliath

 

Domenico Scarlatti (1685-1757)

Vier Essercizi

Allegro d-moll

Andante cantabile f-moll

Fuga g-moll - Moderato

Gavotta d-moll – Allegro

 

Georg Friedrich Händel (1685-1759)

Suite Nr. 7 g-moll HWV 432

Ouvertüre – Andante – Allegro –

Sarabande – Gigue – Passacaille

 

Johann Sebastian Bach

Englische Suite g-moll

BWV 808

Prélude – Allemande – Courante – Sarabande –

Gavotte I – Gavotte II – Gigue


Donnerstag, 07.10.2021 „Das Große Konzert“ II

19.15 Uhr, Lutherkirche Barmen

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Ouvertüre h-moll BWV 1067

für Flauto traverso, Streicher und Basso continuo

Ouvertüre – Rondeau – Sarabande – Boureé I –

Boureé II – Polonaise – Double – Menuett - Badinerie

 

Alessandro Marcello (1673-1747)

Konzert für Oboe und Streicher, B.c.

(Urfassung c-moll)

Allegro moderato – Adagio – Allegro

 

Johann Sebastian Bach

Brandenburgische Konzert D-Dur BWV 1050

für Flauto traverso, Violine principale, Cembalo concertanto, Streicher

Allegro – Affetuoso - Allegro

 

Wuppertaler Barocksolisten

Matthias Lotzmann, Leitung und Cembalo


Freitag, 08.10.2021 „Das Kleine Konzert“ II

19:15 Uhr Lutherkirche Barmen

 

Ludwig Frankmar, Barockcello

 

Antoine Forqueray (1672–1745)

4 Pièces de violle

Allemande – La girouette – Muzette – Bransle

 

Marin Marais (1656–1728)

Suite D-Dur aus 'Pièces a une et a deux violes, Premier Livre', Paris 1686

 

Georg Philipp Telemann (1681–1767)

Fantasien Nr. 4 und 5

aus 'Fantasies pour la Basse de Violle', Hamburg, 1735

 

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Suite Nr. 5 'discordable'    BWV 1011

Prélude – Allemande – Courante – Sarabande – Gavotte I und II – Gigue

aus ‘6 Suites à Violoncello solo senza basso’


Samstag, 09.10.2021 Orgelkonzert II

19:15 Uhr Lutherkirche Barmen

Abschluss der Barmer Bach-Tage 2021

 

Johann Sebastian Bach und sein Umfeld

 

Joachim Dorfmüller, Orgel

 

Georg Friedrich Händel (1685-1759)

Suite Nr. 1 A-Dur

HWV 426

Praeludium – Allemande – Courante – Gigue

Original für Cembalo, auf die Orgel übertragen von Joachim Dorfmüller

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Aus der Neumeister-Sammlung:

Jesu, meines Lebens Leben BWV 1107

Ich hab mein Sach Gott heimgestellt BWV 1113

Herzlich lieb hab ich dich, o Herr BWV 1115

 

Domenico Scarlatti (1685-1757)

Drei Sonaten, original für Cembalo auf die Orgel übertragen von Joachim Dorfmüller Sonate g-Moll (Allegretto con moto) Sonate G-Dur (Allegretto con grazia) Sonate D-Dur (Non presto, ma a tempo di ballo)

 

Kjell MØrk Kjell Karlsen (*1947)

Introduktion und Passacaglia über B-A-C-H op. 202

(gewidmet Joachim Dorfmüller und den Barmer Bach-Tagen)

 

Johann Sebastian Bach

Aus der Neumeister-Sammlung:

Jesu, meine Freude BWV 1105

O Haupt voll Blut und Wunden BWV 742

Allein zu dir, Herr Jesu Christ BWV 1100

 

Johann Sebastian Bach

Toccata und Fuge d-Moll BWV 565


Samstag, 09.10.2021 „Das Kleine Konzert“ III (Matinee)

11:15 Uhr Lutherkirche Barmen, Klavier-Matinee

 Abschluss der Barmer Bach-Tage 2021

 

Joachim Dorfmüller, Blüthner-Flügel

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Aus dem Notenbüchlein der Anna Magdalena Bach:

Menuette G-Dur - g-moll - G-Dur –

Sarabande d-moll – Musette - March

 

Edvard Grieg (1843-1907)

Sechs Fugen in memoriam Johann Sebastian Bach

 

Kjell MØrk Kjell Karlsen (*1947)

Zwölf Präludien aus dem Zyklus 24 Präludien op. 133

 

Robert Schumann (1810-1856)

Kinderszenen op. 15 (1838)

Von fremden Ländern und Menschen

Kuriose Geschichte

Hasche-Mann

Bittendes Kind

Glückes genug

Wichtige Begebenheit

Träumerei

Am Kamin

Ritter vom Steckenpferd

Fast zu ernst

Fürchtenmachen

Kind im Einschlummern

Der Dichter spricht